Unser eigener Radar: 3 % Erwähnungsrate zum Start

Bevor wir anderen KMU zu mehr KI-Sichtbarkeit verhelfen, messen wir uns selbst. Eine Woche nach dem Start unserer neuen Website haben wir unsere eigene Messsoftware, den Radar, auf bulk branding angesetzt. Das Ergebnis ist ernüchternd. Genau darum zeigen wir es.

So haben wir gemessen

Wir haben 20 Fragen gestellt, wie sie ein KMU tatsächlich stellen würde, zum Beispiel «Welche Agentur hilft KMU in der Schweiz, in ChatGPT gefunden zu werden?» oder «Agentur für KI-Sichtbarkeit in Solothurn?». Drei Fragen nannten unseren Namen direkt, um zu prüfen, was die KI über uns weiss.

Jede Frage ging dreimal an ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity, über die offiziellen Schnittstellen mit eingeschalteter Websuche und dem Standort Solothurn. Das ergibt 240 Antworten. Ausgewertet haben wir, ob und an welcher Stelle wir genannt werden, welche Quellen die KI verlinkt und ob die Angaben über uns stimmen.

Erste Messung vom 15. Oktober 2026: 20 Kundenfragen auf ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity, je dreimal gestellt, 240 Antworten.
KennzahlErgebnis
Erwähnungsrate3 % (7 von 204 Antworten auf Fragen ohne unseren Namen)
Fragen für die ganze Schweiz0 von 168 Antworten nennen uns
Fragen zu Solothurn und Bern7 von 36 Antworten nennen uns
Faktentreue78 % (199 Angaben korrekt, 57 falsch)
Antworten mit Websuche97 %

Nach Plattform: ChatGPT nannte uns in 6 von 51 Antworten, Perplexity in einer, Claude und Gemini in keiner.

Was wir gefunden haben

Die KI kennt noch unsere alte Website. Fast alle 57 falschen Angaben betreffen unser früheres Angebot: Content-Marketing, Video, Podcasts und ein Paket namens «Moonshot». Das gibt es alles nicht mehr. Die KI-Systeme stützen sich auf gespeicherte Fassungen alter Seiten. Am stärksten bei Claude: Dort war nur knapp jede zweite Angabe richtig. Claude sucht unter anderem über Brave, und dort ist unsere neue Website noch nicht aufgenommen.

Die anderen haben eine Seite für genau die Frage. Die KI-Systeme formulieren eigene Suchanfragen, am häufigsten «Generative Engine Optimization Agentur Schweiz». 84 % der verlinkten Quellen waren Websites anderer Agenturen, meist mit einer eigenen Seite wie «GEO-Agentur Schweiz» oder «SEO-Agentur Solothurn». Wir hatten keine solche Seite.

Uns fehlen Belege. Auf die Frage, wie gut bulk branding sei, antwortete ChatGPT sinngemäss: plausibler Ansatz, aber keine öffentlichen Fallstudien, darum für einen grösseren Auftrag noch keine Empfehlung.

Unser Name ist mehrdeutig. «Bulk Branding» heisst auf Englisch auch, Werbeartikel in grossen Mengen zu bedrucken. Perplexity landete bei der Suche nach unseren Preisen bei solchen Händlern, Gemini erklärte den Begriff einmal als Spam-Methode.

Was gut war: die Technik. Alle KI-Bots haben Zugang, die Website ist ohne JavaScript lesbar, strukturierte Daten und Sitemap sind vorhanden. Und Gemini lag bei 95 % der Angaben über uns richtig.

Was wir jetzt ändern

  1. Alte Adressen leiten wir auf die neuen Seiten um und lassen alles neu indexieren, bei Google, Bing und Brave.

  2. Die Startseite sagt jetzt in einem Satz, was wir sind: eine GEO-Agentur aus Solothurn.

  3. Neue Seiten für die Fragen, die KI-Systeme tatsächlich stellen: «GEO-Agentur Schweiz» und «GEO-Agentur Solothurn».

  4. Einheitliche Einträge im Google-Profil, bei local.ch, search.ch, LinkedIn und in Agenturverzeichnissen, immer mit «GEO-Agentur aus Solothurn».

  5. Belege aufbauen: eine erste Fallstudie und echte Bewertungen.

Wie es weitergeht

Mitte November messen wir mit denselben 20 Fragen erneut und veröffentlichen das Ergebnis hier. Wir rechnen nicht mit Wundern: Suchindizes brauchen Wochen, das Trainingswissen der Modelle Monate. Aber wir wollen sehen, welche Massnahme was bewirkt.

Was du daraus mitnehmen kannst

  • Alte Inhalte verschwinden nicht von selbst. Leite alte Adressen um und lass neue Seiten aktiv indexieren.

  • Eine KI empfiehlt, was sie zu einer Frage findet. Gib ihr für jede wichtige Frage eine Seite mit einer klaren Antwort.

  • Eigenlob reicht nicht. Bewertungen und Erwähnungen auf fremden Seiten machen den Unterschied.

Wie sieht es bei dir aus? Der Gratis-Check zeigt es dir in 3 Arbeitstagen.

Die Mitbewerber sind im Beitrag bewusst nicht namentlich genannt.

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llms.txt: Noch kein Standard – aber ein Vorsprung für KMU