Fallstudie Video-SEO und GEO: Innert drei Monaten stiegen die Aufrufe der Berufswahl-Plattform Lehrberufe Live! um 518 Prozent, die Watchtime der Videos um 184 Prozent. Und wer heute bei Google nach dem Lehrberuf Automobil-Fachmann/-frau EFZ fragt, erhält eine KI-Übersicht, deren sichtbare Quellenangaben auf genau zwei Absender verweisen: den Branchenverband AGVS und Lehrberufe Live!.
Wie das gelang, warum Videos für Suchmaschinen und KI-Systeme lange eine Blackbox waren und was KMU daraus lernen können, zeigen wir in dieser Fallstudie.
Ausgangslage: starke Videos, die Google nicht lesen konnte
Lehrberufe Live! zeigt Lehrberufe so, wie Jugendliche sie erleben: in Videos, in denen Lernende ihren Berufsalltag zeigen. Über 200 Berufe sind auf der Plattform porträtiert (SRF News). Bei der Google-Suche nach einem bestimmten Lehrberuf stand die Plattform trotzdem meist nicht zuoberst. Stattdessen erschienen Seiten von Verbänden, Lehrbetrieben und den bekannten Lehrstellenportalen.
Der Grund lag im Format. Google erkennt zwar, dass auf einer Seite ein Video eingebettet ist. Was darin gesagt und gezeigt wird, steht aber nicht als Text auf der Seite. Google selbst rät auch für seine KI-Funktionen, wichtige Inhalte in Textform bereitzustellen (Google Search Central).
Für eine videobasierte Plattform ist das ein Kernproblem: Die Suchmaschine wusste, dass es Videos gibt – aber kaum, was darin steckt. Genau dieses Wissen braucht Google, um eine Seite als passende Antwort auf eine Berufsfrage einzustufen.
Die Massnahmen: Videoinhalte für Suchmaschinen lesbar machen
Wir haben die Plattform in drei Schritten so aufbereitet, dass Suchmaschinen und KI-Systeme verstehen, was in jedem Video steckt.
Strukturierte Videodaten für jedes Video. Für alle Videos haben wir strukturierte Daten nach dem Standard Schema.org VideoObject erstellt, im Format JSON-LD. Diese maschinenlesbare Beschreibung liefert Titel, Beschreibung, Dauer und Vorschaubild – und vor allem den Inhalt des Videos in Textform. Google empfiehlt JSON-LD für solche Angaben und betont, dass sie mit dem tatsächlichen Videoinhalt übereinstimmen müssen (Google Search Central).
Eigene Seitentitel und Meta-Descriptions pro Beruf. Jede Berufsseite erhielt einen eigenen Titel und eine eigene Kurzbeschreibung. Formuliert haben wir sie zielgruppengerecht, also in den Begriffen, mit denen die Zielgruppe tatsächlich sucht.
Suchanfragen auswerten, Seiten laufend anpassen. Wir haben ausgewertet, mit welchen Suchanfragen (Queries) Nutzerinnen und Nutzer auf die Berufsseiten kamen – und welche Fragen offenblieben. Auf dieser Basis haben wir Seiteninhalte und Metadaten fortlaufend nachgeschärft.
Das Prinzip dahinter: Suchmaschinen und Sprachmodelle arbeiten mit Text. Wer Video-Content anbietet, muss ihnen den Inhalt in einer Form liefern, die sie lesen, einordnen und zitieren können.
Das Resultat nach drei Monaten: +518 % Aufrufe, +184 % Watchtime
Verglichen mit dem Quartal vor den Massnahmen hat sich die Reichweite von Lehrberufe Live! vervielfacht:
| Kennzahl | Veränderung zum Vorquartal | Faktor |
|---|---|---|
| Aufrufe | +518 % | rund 6-mal so viele |
| Watchtime der Videos | +184 % | fast 3-mal so viel |
Besonders wichtig ist die zweite Zahl. Mehr Aufrufe allein zeigen nur, dass mehr Menschen auf die Seite kommen. Die gestiegene Watchtime zeigt, dass sie dort auch finden, was sie suchen – und die Videos tatsächlich anschauen.
Google zitiert Lehrberufe Live! in der KI-Übersicht
Bei einer Google-Suche im Inkognito-Modus zum Lehrberuf Automobil-Fachmann/-frau EFZ zeigte Google am 7. Oktober 2026 eine «Übersicht mit KI» (englisch: AI Overview). Deren sichtbare Quellenangaben verweisen auf genau zwei Absender: autoberufe.ch, die Berufswahl-Seite des Auto Gewerbe Verbands Schweiz (AGVS), und Lehrberufe Live!.
Lehrberufe Live! liefert darin die Kernaussage zur Lehre, die Ferientage und die Richtlöhne. Der AGVS steuert Dauer, Schultage und überbetriebliche Kurse bei. Eine Berufswahl-Plattform steht damit Seite an Seite mit dem offiziellen Berufsverband.
Was «Trust» bei Google bedeutet
Google beurteilt Inhalte nach dem Konzept E-E-A-T: Experience (Erfahrung), Expertise (Fachwissen), Authoritativeness (Autorität) und Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit). Laut Google ist Vertrauen davon der wichtigste Aspekt; die anderen drei tragen dazu bei (Google Search Central). E-E-A-T ist kein einzelner Rankingfaktor – Googles Systeme leiten es aus einer Kombination vieler Signale ab.
Lehrberufe Live! bringt dafür eine besondere Stärke mit: Lernende berichten aus erster Hand. Genau diese Erfahrung meint das erste «E». Solange Google den Inhalt der Videos nicht lesen konnte, blieb diese Stärke aber unsichtbar.
Für KI-Übersichten braucht es laut Google keine Spezialtricks: Die bewährten SEO-Grundsätze gelten weiter (Google Search Central). Google stellt die Antwort aus mehreren verwandten Suchanfragen zusammen (Query Fan-out) und verlinkt die Seiten, auf die sich die Antwort stützt.
Dass Google für diese Antwort neben dem Berufsverband ausgerechnet Lehrberufe Live! heranzieht, werten wir als starkes Zeichen: Innert drei Monaten hat die Plattform bei Google so viel Vertrauen aufgebaut, dass ihre Inhalte als verlässliche Quelle für Berufsfragen dienen.
Wie es weitergeht: laufendes Monitoring mit Orbit
Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Systemen ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Für Lehrberufe Live! überwachen wir sie deshalb weiterhin mit unserem Monitoring-Paket Orbit und passen die Seiten laufend an. In Kürze kommt dafür auch unsere eigene App zum Einsatz, die die Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Antworten systematisch auswertet.
Die Initialzündung für bulk branding
Das Projekt startete, bevor bulk branding sein Angebot für GEO lancierte. Die Resultate bei Lehrberufe Live! waren der Auslöser: Was dort funktionierte, haben wir zu einem Angebot für KMU weiterentwickelt – inklusive eigener Auswertungs-App.
Was KMU daraus für SEO und GEO lernen können
GEO steht für Generative Engine Optimization: die Optimierung von Inhalten, damit KI-Systeme wie ChatGPT, Claude oder Googles KI-Übersicht ein Unternehmen finden, verstehen und als Quelle nennen. Die Fallstudie zeigt, worauf es dabei ankommt:
Was nicht als Text vorliegt, ist kaum sichtbar. Videos, Bilder und PDFs brauchen eine Beschreibung in Textform, die Suchmaschinen lesen können.
Strukturierte Daten machen Inhalte maschinenlesbar. Schema.org-Auszeichnungen im JSON-LD-Format sagen Google und KI-Systemen genau, was auf einer Seite steht.
Jede Seite braucht ein eigenes Profil. Eigener Titel, eigene Meta-Description, formuliert in der Sprache der Zielgruppe.
Daten statt Bauchgefühl. Wer auswertet, mit welchen Suchanfragen Menschen kommen, kann Inhalte gezielt verbessern.
Vertrauen entsteht durch echte Erfahrung und klare Absender. Genau das gewichtet Google mit E-E-A-T.
Sichtbarkeit braucht Pflege. Nicht einmal optimieren, sondern laufend messen und anpassen.
Wie sichtbar ist Ihr Unternehmen in Google und KI-Antworten?
Genau dafür haben wir unsere drei Pakete entwickelt: Radar analysiert, wie sichtbar Ihr Unternehmen heute ist. Boost setzt die Massnahmen um. Orbit überwacht die Sichtbarkeit laufend und passt an. Kontaktieren Sie uns für eine erste Einschätzung.

